| Bemerkung |
Bis heute schwingen seine Wertungen mit, wenn wir von Wagner, Mahler, Schönberg oder Strawinsky, Beethoven, Berg, Sibelius und Schubert oder auch vom „Erkenntnischarakter der Musik“ und von „Kulturindustrie“ sprechen. Bald 60 Jahre nach seinem Tod machen wir uns auf die Spuren des Musikkritikers, Philosophen, Soziologen und Komponisten Theodor Wiesengrund Adorno (1903–1969). Er studierte bei Alban Berg in Wien und wurde von den Nationalsozialisten als Jude, Neutöner und marxistischer Denker gleich dreifach verfolgt. In der „Philosophie der neuen Musik“ entwickelte Adorno die Idee der historisch objektiv notwendigen Tendenz des musikalischen Materials und beeinflusste damit nach 1950 maßgeblich das Selbstverständnis der Nachkriegsavantgarde um Boulez, Nono, Stockhausen. Neben ausgewählten Texten (die alle durch das kritische Lektorat seiner Frau Gretel Karpuch gingen) möchten wir gemeinsam auch die Musik betrachten, die Adorno geliebt, verehrt und auch verachtet hat. Ziel unseres Seminars ist es, Adornos oftmals polarisierende Sichtweisen einzuordnen und kritisch zu hinterfragen, um besser zu verstehen, wie die Musik des 20. Jahrhunderts gewirkt hat. Das Seminar ist offen für alle Studiengänge und macht vielfältige Zugänge der Teilnahme möglich.
Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt im Zeitraum vom 07.09.2026 8 Uhr bis zum 30.09.2026 per Ilias: https://ilias.hfmt-koeln.de/goto.php/cat/178664. Dort Kurs auswählen und beitreten.
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