Bemerkung |
Seit Aufkommen der Gattung Oper um 1600 wurde das Verhältnis zwischen Sprache, Musik und Szene immer wieder verändert. Jenseits von Oper, Musikdrama, Kammer- und Literaturoper, Ballett und Tanztheater entstanden vor allem nach 1960 alternative und experimentelle Verbindungen von Musik, Theater, Text, Raum, Körper, Aktion, Licht, Film, Objekten, Video- und Audiozuspielungen, Live-Elektronik, Animationen, Sensoren, Hologrammen, digitalen Medien. Am Anfang standen Happening, Fluxus, Situationismus, Fernseh- und Videooper. Den Musik- und Kunstbegriff erweiterten nicht zuletzt John Cage und revolutionäre Performerinnen wie Yoko Ono, Cathy Berberian, Valie Export, Charlotte Moorman und Marina Abramović. Nach Originale arbeitete Karlheinz Stockhausens fast dreißig Jahre lang an seiner Heptalogie Licht über die sieben Schöpfungs- und Wochentage. Bernd Alois Zimmermann kreierte mit Die Soldaten sowohl thematisch als auch technisch, medial, formal und musikalisch ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts. Dieter Schnebel und Mauricio Kagel entwickelten das „instrumentale Theater“, György Ligeti das imaginäre und absurde Theater. Aus Kagels Klasse für Neues Musiktheateran der heutigen HfMT Köln gingen u.a. María de Alvear, Carola Bauckholt und Manos Tsangaris hervor, die ihrerseits neue Formen des Musiktheaters kreierten. Jüngste Entwicklungen verdanken sich Adriana Hölszky, Heiner Goebbels, Theater der Abwesenheit, Michael Beil, Live-Audio und -Video, Jennifer Walshe, New Discipline, Michel van der Aa, Hologramm, Alexander Schubert, Sensor-Pieces/Partizipation, Johannes Kreidler, Neuer Konzeptualismus, Trond Reinholdtsen, Brigitta Muntendorf, Social Composing, und vielen anderen.
Die Anmeldung erfolgt im Zeitraum vom 01.09.2025 um 08.00 Uhr bis zum 29.09.2025 per Ilias: Lehrveranstaltungen: Musikwissenschaft WiSe 2025/26, = https://ilias.hfmt-koeln.de/goto.php?target=cat_164072&client_id=HFMT , dort bitte Kurs auswählen, beitreten und sich als Mitglied eintragen
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